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02.11.2011

Bleiberecht für gewaltbetroffene Migrantin


Im März diesen Jahres hat die Beobachtungsstelle den Fall der Serbin «Rosana» dokumentiert (Fall 146). Dieser drohte die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert zu werden, nachdem sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter von ihrem Schweizer Ehemann aus der gemeinsamen Wohnung geworfen worden war. «Rosana» wurde während ihrer Ehe systematisch von ihrem Mann fertig gemacht, eingeschüchtert und gar mit dem Tod bedroht. 

 

Das Zürcher Migrationsamt sprach sich gegen ihre Aufenthaltsverlängerung aus, da in seinen Augen «Rosana» die erlittene Gewalt trozt Schreiben von Fachstellen nicht Beweisen konnte und sie sich zudem problemlos in ihrer Heimat wiedereingliedern könne. Auch die Tatsache, dass im Falle einer Ausweisung ihr Schweizer Kind zusammen mit ihr das Land verlassen müsste, konnte das Migratoinsamt nicht umstimmen.

 

«Rosana» hat nun endlich in einem Rekurs an den Züricher Regierungsrat recht bekommen. Sie und ihre kleine Tochter können in der Schweiz bleiben. Der Regierungsrat war der Meinung, dass die Bewilligung zwingend zu verlängern sei, da «Rosana» das Sorgerecht über ein Schweizer Kind habe (indirekter Familiennachzug), gut in der Schweiz integriert sei (sie bezieht keine Sozialhilfe mehr und spricht gut Deutsch) und zudem intakte Beziehungen zwischen dem Vater und dem Kind bestünden.

 

Die Schweizerische Beobachtungsstelle freut sich sehr über diesen Entscheid, der im Gegensatz zum Migrationsamt die spezifische Situation von «Rosana» gebührend bei der Interessenabwägung berücksichtigt hat. 

 


 


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