Über unsFalldokumentationenBerichteAktuellesMedienUns unterstützenLinks
 

Besonders verletzliche Personen im Dublin-System: Das Beispiel Italien

©Fabio Hauser

Sie können den Bericht per Email bei uns bestellen.

Kinder und Jugendliche auf der Flucht

Sie können den Fachbericht bestellen indem Sie dieses Formular ausfüllen. Sie erhalten den Bericht anschliessend kostenlos als PDF.

KINDER HABEN RECHTE

© Florian Amoser

Sie können den Bericht bestellen indem Sie dieses Formular ausfüllen. Sie erhalten den Bericht anschliessend kostenlos als PDF.

Fall 287 02.10.2015

30 Jahre Leibeigenschaft und sexueller Missbrauch reichen nicht aus für einen Selbsteintritt aus humanitären Gründen
«Mariama» gelang nach über 30 Jahren Leibeigenschaft und sexuellem Missbrauch die Flucht aus ihrer Heimat nach Senegal. Ihre beiden Kinder musste sie in diesen Verhältnissen zurücklassen. Nach zwei Jahren hatte sie endlich genug Geld, um nach Europa auszureisen. In der Schweiz erhält sie jedoch einen NEE und soll nach Italien weggewiesen werden.
>> weiter

Fall 286 17.09.2015

Ausschaffung trotz bester Bewährung und drohender Verletzung des Kindswohls
Trotz bester sozialer Integration, problemloser Bewährung, einem grossen Freundeskreis und einer jungen Familie, die er bestens versorgt, soll «Ismet» nach Ablauf der Probezeit weggewiesen werden. Dies führt zu einem Ausschaffungsmechanismus, der im Schweizer Recht nicht vorgesehen ist.
>> weiter

Fall 239 11.03.2014

Verständigungsprobleme und ruppige Unterbrechungen bei der Asylanhörung
Nachdem «Namik» in Syrien eine Demonstration organisiert hat und von den Sicherheitskräften gesucht wird, reist er in die Schweiz ein, wo er ein Asylgesuch stellt. Zwischen den beiden Anhörungen liegen eineinhalb Jahre. Bei Letzterer gibt es Verständigungsprobleme mit dem Dolmetscher und er wird immer wieder auf ruppige Art und Weise unterbrochen, so dass Zweifel an einer vollständigen Abklärung des Sachverhalts bestehen.
>> weiter

Fall 238 05.03.2014

BFM will Mutter mit neugeborenem gesundheitlich belastetem Baby nach Italien zurückführen
Ohne die Zumutbarkeit der Überstellung nach Italien zu überprüfen, will das BFM zunächst eine al-leinerziehende Mutter mit einem kranken Neugeborenen nach Italien abschieben, in sturer Anwen-dung der Dublin-II-Verordnung.
>> weiter

Fall 237 07.02.2014

Migrationsamt verhindert menschenwürdigen Lebensabend
«Ashaia» und «Jeevan» reisen 1979 in die Schweiz ein. Ihre Kinder wachsen hier auf und erhalten die Schweizer Staatsbürgerschaft. Als «Ashaias» und «Jeevans» Kinder aufgrund besonderer Umstände sie nicht mehr finanziell unterstützen können und die Eltern vorübergehend Sozialhilfeleistungen in Anspruch nehmen müssen, verfügt das Migrationsamt die Wegweisung aus der Schweiz.
>> weiter

Fall 236 29.01.2014

Ein junger Eritreer wird weggewiesen, weil er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle
Das BFM wartet bis der Sohn eines anerkannten Flüchtlings volljährig ist, um ihn dann nicht ins Familienasyl einzubeziehen.
>> weiter

Fall 233 13.01.2014

Minderjähriger wartet auf seine Asylanhörung, während sein volljähriger Bruder einen negativen Asylentscheid erhält
«Adil» und sein minderjähriger Bruder «Samir» reisen im September 2011 in die Schweiz ein und reichen gleichentags gemeinsam ein Asylgesuch ein. Aufgrund Geldmangel reicht das Geld nicht für die ganze Familie zur Flucht. Beide erhalten vom BFM, unabhängig voneinander, einen negativen Entscheid, da das BFM die Asylgesuche getrennt beurteilt.
>> weiter

Fall 231 12.12.2013

BFM verweigert vorläufige Aufnahme und nimmt Erblindung des Asylsuchenden in Kauf
«Ochuka» leidet an einer schweren Augenkrankheit, welche dazu führt, dass er erblindet, falls keine Hornhauttransplantation durchgeführt wird. Dies ist in Nigeria nicht möglich, weshalb er in der Schweiz behandelt werden muss, bevor er ausgeschafft wird. Die Behörden verhindern die sofortige Behandlung aus unersichtlichen Gründen.
>> weiter

Fall 230 10.12.2013

Kein Familiennachzug für einen pflegebedürftigen Niedergelassenen
«Mijo» lebt seit 1989 in der Schweiz und erhält 2004 die Niederlassungsbewilligung. Er leidet an schwerer Diabetes und an Demenz. Seine Frau reist in die Schweiz, um ihn zu pflegen. Er stellt ein Gesuch auf Familiennachzug, das aufgrund seiner andauernden und wegen der drohenden Sozialhilfeabhängigkeit «Ivanas», abgelehnt wird.
>> weiter

Fall 228 20.11.2013

Kein Entscheid seit 18 Monaten, trotz grosser Gefahr einer erneuten Entführung
«Nebay» wird im Sudan zweimal von kriminellen Gruppen entführt, kommt aber jedes Mal gegen Lösegeld frei. Er lebt unter der ständigen Angst dies nochmals zu erleben und leidet an gravierenden gesundheitlichen Problemen.
>> weiter

Fall 226 08.11.2013

BFM erachtet Wegweisung nach Afghanistan als zumutbar
Das BFM erachtet die Wegweisung nach Afghanistan zunächst als zumutbar, obwohl ernsthafte Nachteile für «Farid» drohen.
>> weiter

Position:   Aktuelles

03.07.2016

Wenn eine 14-jährige Ehefrau Asyl beantragt

Unter den Flüchtlingen steigt die Zahl der Kinderbräute. Sie stellen die Behörden vor neue Herausforderungen. 14 Jahre. In den meisten Ländern ist dies für Mädchen ein Alter, in dem eine Heirat noch ein ferner Traum ist. Nicht so bei Familien, die auf der Flucht sind. Je länger ein Krieg dauert, desto gefährdeter sind die Mädchen, sehr jung verheiratet zu werden. So zeigen neue Untersuchungen des[mehr]


22.03.2016

Wegweisung einer jungen Frau trotz drohender sexueller Gewalt und Schutzlosigkeit

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 01. Mai 2013 / E-2108/2011   Die Rechte der Frauen im Iran Obwohl der Iran den gleichen Schutz für Männer und Frauen statuiert, gibt es keine Garantie gleicher Rechte und die iranischen Gesetze erweisen sich oft als frauendiskriminierend. Die Vergewaltigung gilt im Iran nicht als eigenständiger Straftatbestand, sondern wird in Art. 63 mit dem Randti[mehr]


23.02.2016

Bericht zur aktuellen Ausschaffungspraxis der Schweiz

Mitglieder der Gruppe Solidaritätsnetz Basel für Menschen ohne geregelten Aufenthalt besuchen seit Jahren Insassen im Ausschaffungsgefängnis Bässlergut in Basel. Die neuesten Fälle von Dublin Ausschaffungen befinden die BeobachterInnen als skandalös und möchten in ihrem Bericht vom Februar 2016 die Öffentlichkeit darüber informieren. Darin schildern sie das Schicksal von syrischen Familien, die in[mehr]


03.02.2016

OSTERMARSCH 2016

Der nächste Ostermarsch wird am Ostermontag, dem 28. März 2016, stattfinden. Unter dem Motto «Entrüstung für den Frieden – Geflüchtete willkommen heissen» protestieren wir gegen den «War on Terror», der Millionen Menschen in die Flucht zwingt. Mit dem Export von Kriegsmaterial und den Investitionen von Banken, Versicherungen und Pensionskassen in Kriegsmaterialkonzerne ist die Schweiz Teil de[mehr]


06.01.2016

Die SBAA sagt Nein zur Durchsetzungsinitiative

Obwohl das Parlament die Ausschaffungsinitiative fristgerecht umgesetzt hat, gibt die “Durchsetzungsinitiative” vor, lediglich den Volkswillen der Ausschaffungsinitiative durchsetzen zu wollen. Doch in Wirklichkeit ist sie viel extremer: Sie schwächt den Rechtsstaat und die Gewaltenteilung und zielt auf eine Kündigung der EMRK ab. Damit bedroht sie die Grundwerte unserer Demokratie. Sie macht kapu[mehr]


22.12.2015

Wegweisung einer Mutter und ihren Kindern nach Albanien trotz drohender häuslicher Gewalt und Blutfehde

Das gesellschaftliche Gewohnheitsrecht in Albanien Obwohl Albanien als modernes und demokratisches Land gilt, ist der Kanun – das gesellschaftliche Gewohnheitsrecht der AlbanerInnen über Leben, Tod, und Ehre – immer noch von Bedeutung. Nicht nur im Kanun, sondern in gewissen Regionen Albaniens haben Frauen eine untergeordnete Stellung. Häusliche und sexuelle Gewalt ist verbreitet. Gesetze zum Sch[mehr]


10.12.2015

Medienmitteilung Fachbericht Besonders verletzliche Personen im Dublin-System: Das Beispiel Italien

Besonders verletzliche Personen im Dublin-System: Das Beispiel Italien Der Fachbericht „Besonders verletzliche Personen im Dublin-System: Das Beispiel Italien“ der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht zeigt auf, dass die Rechte von besonders verletzlichen Personen im Dublin Verfahren oft missachtet, meist ungenügend umgesetzt und ihre Bedürfnisse hinter eine restriktive[mehr]


27.11.2015

Neues Gutachten stellt Verfassungsmässigkeit der beschleunigten Asylverfahren in Frage

Seit Januar 2014 werden im Bundeszentrum „Juch“ in Zürich beschleunigte Asylverfahren erprobt. Ein von den Demokratischen Juristinnen und Juristen Schweiz (DJS) in Auftrag gegebenes Gutachten stellt nun die Verfassungsmässigkeit mehrerer Aspekte des Testverfahrens in Frage, insbesondere hinsichtlich der Garantie eines fairen Verfahrens. Umso brisanter ist dies vor dem Hintergrund der in der He[mehr]


24.11.2015

Besonders verletzliche Personen im Dublin-System: Das Beispiel Italien

Der Fachbericht «Besonders verletzliche Personen im Dublin-System: Das Beispiel Italien» der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht wird am 10. Dezember 2015 veröffentlicht! Jetzt vorbestellen unter: dokumentation@beobachtungsstelle.ch!!! Unser Fachbericht führt aus, dass die Rechte von besonders verletzlichen Personen im Dublin Verfahren meist ungenügend umgesetzt wer[mehr]


20.11.2015

Tagung „Minimalstandards für die Aufnahme von Migrantenkindern in der Schweiz“

Kinder sind unsere Zukunft, wir müssen auf sie achten und endlich ihre Rechte garantieren. Dies war auch das zentrale Thema am nationalen Kolloquium ADEM 2015. Es ist mit einer Verdreifachung der Gesuche von minderjährigen Asylsuchenden im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen, im Jahr 2014 waren es 795 Gesuche. Europaweit ist mit rund 25`000 Gesuchen zu rechnen. Die meisten von ihnen sind [mehr]


06.11.2015

Gelebtes und vorbildliches zivilgesellschaftliches Engagement: Riace: Eine «Città Futura»

Seit über 15 Jahren bietet die kalabresische Gemeinde Riace im Rahmen des Projekts Città Futura Flüchtlingen Unterkunft und Arbeit. Im Gegenzug helfen die ImmigrantInnen bei der Olivenernte, hüten Kinder und pflegen ältere Menschen. Auf diese Weise entsteht eine Win-win-Situation, in der ImmigrantInnen Geld verdienen können und gleichzeitig das entvölkerte Dorf wiederbeleben. Mit seinem Projekt mö[mehr]


05.11.2015

„ORS kommt ins Zieglerspital“

Das Zieglerspital soll zu einem Bundesasylzentrum umfunktioniert werden – das ist eine erfreuliche Nachricht. Die Bevölkerung hat dies, wenigstens bis jetzt, ohne Widerstand zur Kenntnis genommen, ein gutes Zeichen für Gastfreundschaft und Verständnis. Unerfreulich ist die Nachricht, dass das neue Bundesasylzentrum durch die Firma ORS Service AG, einer private Firma, die seit Jahren in der Kritik[mehr]


14.10.2015

MenschenschlepperInnen: kaltblütige Kriminelle oder FluchthelferInnen?

Krieg, Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Naturkatastrophen oder Armut führen dazu, dass Menschen aus ihrer Heimat fliehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in einem sicheren Land. Für die meisten Flüchtlinge ist jedoch eine legale Einreise nach Europa nicht möglich. Sie benötigen dafür gültige Reisepapiere und ein Visum, welches ihnen kaum ein Staat gewährt. Dieser Umstand führt dazu, d[mehr]


11.09.2015

Zur Herbstsession

Botschaftsasyl und Asyl-Moratorium Der Vorschlag der SVP vorläufig das Asylrecht durch ein Moratorium ausser Kraft zu setzen wurde vom Nationalrat abgelehnt. Ein Moratorium ist angesichts der aktuellen Situation unsinnig und unangebracht, dies sieht auch das Parlament so. Einen Zaun um die Schweiz zu bauen, bewacht durch militärische Einheiten ist ein Affront und würde zu Dramen führen, wie wir[mehr]


28.08.2015

Medienmitteilung zur Gründung der Plattform "Zivilgesellschaft in Asyl-Bundeszentren" ZiAB

Am Mittwoch wurde die Plattform "Zivilgesellschaft in Asyl-Bundeszentren" ZiAB in Bern gegründet. Die Plattform ist ein Netzwerk von Organisationen und im Asylbereich engagierten Einzelpersonen und bezweckt die Vernetzung dieser Personen und Organisationen in und um die entstehenden Bundeszentren. Die Plattform will so den Einbezug der Zivilbevölkerung stärken und eine konstruk[mehr]


23.07.2015

Neustrukturierung des Asylbereichs

Im Zuge der Neustrukturierung des Asylbereichs sollen die Asylverfahren beschleunigt und mehrheitlich in Zentren des Bundes durchgeführt werden. Das gesamte Verfahren soll künftig nur noch 140 Tage dauern, einschliesslich Beschwerdeverfahren. Die Asylsuchenden werden sich während dem ganzen Verfahren in dem Bundeszentrum aufhalten. Trotz des hohen Tempos und der kurzen Beschwerdefristen sollen die[mehr]


28.05.2015

Schutzstatus statt vorläufige Aufnahme

Mehr als 30'000 Personen in der Schweiz leben mit dem Status der vorläufigen Aufnahme, der sehr eingeschränkte Rechte mit sich bringt: schlechte Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, reduzierte Sozialhilfebeiträge, eingeschränkte Mobilität, restriktiver Familiennachzug... Die Betroffenen geraten so in eine äusserst prekäre und anhaltend unsichere Lebenssituation und eine gesellschaftliche Integratio[mehr]


17.03.2015

Masseneinwanderungsinitiative: Gesetzesentwurf ist völkerrechtswidrig

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH äussert sich in einer Medienmitteilung zum Gesetzesentwurf des Bundesrates über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Gemäss SFH ist dieser Entwurf völkerrechtswidrig und führt in eine juristische Sackgasse. Das Asylsystem würde bedroht, da Aufenthaltsbewilligungen für Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen ebenfalls der Kontingentierung [mehr]


10.02.2015

Newsletter Januar 2015: In dubio pro refugio? Fehlender Schutz für Familien, Kinder und traumatisierte Personen

Besonders verletzliche Personen im Asylverfahren werden durch die restriktive Migrationsgesetzgebung Steine in den Weg gelegt und in ihrer Würde beschnitten. Im aktuellen Newsletter zeigen wir auf, wie schwierig es beispielsweise für traumatisierte Personen ist an einer Asylanhörung auf Behörden glaubwürdig zu wirken und dass Dublin Richtlinien wie die carrier sanctions Flüchtlinge nicht genug sch[mehr]


Über unsFalldokumentationenBerichteAktuellesMedienUns unterstützenLinks